• BGH, Beschluss vom 11.2.2015, Az. XII ZB 66/14
    (Ausgabe 04/2015), AZ XII ZB 66/14, BGH
     
    Keine Störung der Geschäftsgrundlage bei ausdrücklichem Abänderungsverzicht in Scheidungsfolgenvergleich mit unbefristetem Ehegattenunterhalt.

    Haben die Parteien in einem Scheidungsfolgenvergleich die Zahlung eines unbefristeten Ehegattenunterhalts vereinbart, kann sich der Unterhaltspflichtige nicht auf eine Störung der Geschäftsgrundlage durch spätere Änderungen der Rechtslage (hier: Änderung der Senatsrechtsprechung zur Bedeutung der Ehedauer im Rahmen von Billigkeitsentscheidungen nach § 1573 Abs. 5 BGB a. F.) berufen, wenn die Parteien in der Ausgangsvereinbarung auf das Recht zur Abänderung des Vergleichs ausdrücklich verzichtet haben (Fortführung der Senatsurteile BGHZ 186, 1 = FamRZ 2010, 1238; vom 25. November 2009 – XII ZR 8/08 – FamRZ 2010, 192; vom 23. November 2011 – XII ZR 47/10 – FamRZ 2012, 197 und vom 25. Januar 2012 – XII ZR 139/09 – FamRZ 2012, 525).
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