BGH, Beschluss vom 04.03.2020, AZ XII ZB 485/19

Aus­ga­be: 04–2020Betreu­ungs­recht

a) Den Zweck, den Anspruch des Betrof­fe­nen eines Betreu­ungs­ver­fah­rens auf recht­li­ches Gehör zu sichern, kann die per­sön­li­che Anhö­rung regel­mä­ßig nur dann erfül­len, wenn das Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten dem Betrof­fe­nen recht-zei­tig vor dem Anhö­rungs­ter­min über­las­sen wur­de. Dem wird eine Aus­hän­di­gung des Gut­ach­tens an den Betrof­fe­nen erst ein­gangs der Anhö­rung nicht gerecht (Fort­füh­rung des Senats­be­schlus­ses vom 6.April2016-XIIZB397/15 ‑Fam­RZ 2016, 1148).
b) Zu den Anfor­de­run­gen an den Inhalt eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens in einem Betreu­ungs­ver­fah­ren (im Anschluss an Senats­be­schlüs­se vom 15.Februar 2017 ‑XIIZB510/16 ‑Fam­RZ 2017, 648 und vom 19.Januar 2011 ‑XIIZB256/10 ‑Fam­RZ 2011, 637).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/recht…