BGH, Beschluss vom 08.05.2019, AZ XII ZB 506/18
Aus­ga­be 06–2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) § 278 Abs. 1 Satz 1 FamFG ord­net eine per­sön­li­che Anhö­rung des Betrof­fe­nen nur vor der Bestel­lung eines Betreu­ers oder der Anord­nung eines Ein­wil­li­gungs­vor­be­halts an.
b) In einem Ver­fah­ren, das nicht mit einer Betreu­er­be­stel­lung endet, kann das Amts­ge­richt daher von einer Anhö­rung des Betrof­fe­nen abse­hen, wenn kei­ne hin­rei­chen den Anhalts­punk­te dafür vor­lie­gen, dass die gesetz­li­chen Betreu­ungs­vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=4&nr=96352&pos=135&anz=524