BGH, Beschluss vom 20.11.2019, AZ XII ZB 63/19

Aus­ga­be: 12–2019Fami­li­en­recht

a) Wird eine Sache im Rechts­mit­tel­ver­fah­ren an ein Gericht eines nied­ri­ge­ren Rechts­zugs ver­wie­sen oder abge­ge­ben, so ist das wei­te­re Ver­fah­ren vor die­sem Gericht gemäß §20 Satz2 RVG auch gegen­über dem Ver­fah­ren des zuerst ange­ru­fe­nen Gerichts eine eige­ne Ange­le­gen­heit im Sin­ne des §15 Abs.2 RVG. Eine Anrech­nung der Gebüh­ren fin­det nicht statt.
b) Die Vor­schrift des §20 Satz2 RVG gilt unab­hän­gig davon, ob das ursprüng­lich ange­ru­fe­ne erst­in­stanz­li­che Gericht sei­ne Zustän­dig­keit bejaht oder ver­neint hat.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=1&nr=102329&pos=55&anz=527