BGH, Beschluss vom 28.03.2019, AZ XII ZB 265/17
Aus­ga­be 03/2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) Ste­hen bei Nach­be­ur­kun­dung einer Aus­lands­ge­burt bis auf das Geburts­da­tum alle ein­zu­tra­gen­den Per­so­nen­stands­merk­ma­le fest oder kön­nen die­se auf­ge­klärt wer­den, darf das Stan­des­amt die Beur­kun­dung nicht allein wegen des nicht auf­klär­ba­ren genau­en Geburts­da­tums ableh­nen.
b) Ein hin­sicht­lich des Geburts­da­tums mög­li­ches Ver­fah­ren auf Fest­stel­lung des Per­so­nen­stands nach § 25 PStG hat in die­sem Fall kei­nen Vor­rang vor einer Beur­kun­dung der Geburt.
c) Die Beur­kun­dung der Geburt mit dem ange­ge­be­nen Geburts­da­tum ist mit einem auf des­sen Unklar­heit bezo­ge­nen Zusatz zu ver­se­hen. Eine Geburts­ur­kun­de kann dann nicht aus­ge­stellt wer­den, son­dern nur ein Aus­zug aus dem Gebur­ten­re­gis­ter.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=92931&pos=10&anz=566