(Nürn­berg) Min­der­jäh­ri­ge Kin­der genie­ßen nach der Schei­dung eine beson­de­re Stel­lung. Aus­ge­rich­tet auf das „Kin­des­wohl“ haben die­se vor allen mög­li­chen Unter­halts­be­rech­ti­gung Anspruch auf Zah­lung des Unter­halts durch den Unter­halts­ver­pflich­te­ten.

Dass die­ser Anspruch aber auch sei­ne Gren­zen hat, so der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Fami­li­en­recht Mar­tin Weis­pfen­ning, Geschäfts­füh­rer der Deut­schen Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V. (DANSEF) in Nürn­berg, muss­te nun eine betreu­en­de Kin­des­mut­ter erfah­ren, die ihren Expart­ner dar­auf ver­klagt hat­te, neben dem lau­fen­den Kin­der­un­ter­halt noch die Kos­ten für den halb­tä­gi­gen Besuch des Kin­der­gar­tens zu erstat­ten. In dem bis vor den Bun­des­ge­richts­hof gegan­ge­nen Rechts­streit hat die­ser nun letzt­in­stanz­lich ent­schie­den, dass die Kos­ten für den halb­tä­gi­gen Besuch des Kin­der­gar­tens – bei nor­ma­ler und sozi­al­ver­träg­li­cher Kos­ten­ge­stal­tung – grund­sätz­lich in dem lau­fen­den Kin­des­un­ter­halt bereits ent­hal­ten sind, wenn die­ser das Exis­tenz­mi­ni­mum für ein Kind die­ses Alters nicht unter­schrei­tet (Akten­zei­chen: XII ZR 150/05). Nur die­je­ni­gen Kos­ten, die den Auf­wand für den halb­tä­gi­gen Besuch eines Kin­der­gar­tens über­stei­gen, stel­len einen soge­nann­ten „Mehr­be­darf“ dar, für den dann jedoch bei­de Eltern antei­lig nach ihren Ein­kom­mens­ver­hält­nis­sen auf­kom­men müs­sen, habe das Gericht betont, so Weis­pfen­ning. Für kin­der­be­treu­en­de Müt­ter bedeu­tet die­ses Urteil, dass sie bei Aus­wahl des Kin­der­gar­tens dem­nächst auch auf die Kos­ten ach­ten müs­sen, da in der Regel kein Anspruch auf zusätz­li­che Zah­lun­gen durch den Unter­halts­ver­pflich­te­ten besteht.

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