(Stutt­gart) Nach einer soeben ver­öf­fent­lich­ten Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg sind Unter­halts­zah­lun­gen an Eltern des getrennt leben­den Ehe­gat­ten steu­er­lich nicht abzugs­fä­hig

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent der Deut­schen Anwalts-, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V. (DANSEF) mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf ein am 20.04.2010 ver­öf­fent­lich­tes Urteil des Finanz­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg vom 20. Janu­ar 2010, Az.: 14 K 14112/08.

Zah­lun­gen, die ein Steu­er­pflich­ti­ger an eine ihm oder sei­nem Ehe­gat­ten gegen­über unter­halts­be­rech­tig­te Per­son leis­tet, stel­len für ihn soge­nann­te außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen dar und min­dern sei­ne Steu­er­last. Unter­halts­zah­lun­gen an die eige­nen Eltern oder die Eltern des Ehe­gat­ten kön­nen in die­ser Wei­se von der Steu­er abge­setzt wer­den.

Das gilt nach der Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Ber­lin-Bran­den­burg jedoch dann nicht, wenn die Ehe­gat­ten dau­ernd getrennt leben und der eine Ehe­gat­te an die Eltern des ande­ren Ehe­gat­ten zahlt. Im Streit­fall hat­te die Klä­ge­rin die Mut­ter des von ihr getrennt leben­den Ehe­man­nes in der Tür­kei unter­stützt. Nach Auf­fas­sung des Gerichts sind getrennt leben­de Ehe­gat­ten steu­er­lich nicht mehr als Ein­heit zu betrach­ten, wie sich dar­an zei­ge, dass die Zusam­men­ver­an­la­gung in die­sem Fall aus­ge­schlos­sen sei. Wenn aber jeder Ehe­gat­te steu­er­lich für sich zu betrach­ten sei, so kön­ne er auch nur Zah­lun­gen an ihm selbst gegen­über unter­halts­be­rech­tig­te Per­so­nen, nicht an dem ande­ren Ehe­gat­ten gegen­über unter­halts­be­rech­tig­te Per­so­nen steu­er­lich gel­tend machen.

Die Klä­ge­rin hat gegen das Urteil Revi­si­on ein­ge­legt, so dass in letz­ter Instanz der Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen zu ent­schei­den haben wird.

Pas­sau emp­fahl, den Fort­gang zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen oder  steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf die DANSEF Deut­sche Anwalts-, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung  für Erb- und Fami­li­en­recht e. V —  www.dansef.de — ver­wies.

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Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DANSEF Vize­prä­si­dent
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