BFH, Beschluss vom 04.06.2019, AZ VII R 16/18

Aus­ga­be: 09–2019Erb­schafts­steu­er­recht

1. Die vom Erben als Gesamt­rechts­nach­fol­ger auf­grund Erb­an­falls nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG i.V.m. § 1922 BGB geschul­de­te Erb­schaft­steu­er ist eine Nach­lass­ver­bind­lich­keit (Fort­füh­rung des BFH-Urteils vom 20.01.2016 — II R 34/14, BFHE 252, 389, BStBl II 2016, 482).
2. Eine Beschrän­kung der Erben­haf­tung für Erb­schaft­steu­er­ver­bind­lich­kei­ten ist nach § 2059 Abs. 1 Satz 2 BGB aus­ge­schlos­sen.
3. Bei der Inan­spruch­nah­me des Nach­las­ses nach § 20 Abs. 3 ErbStG besteht ein (Entschließungs-)Ermessen, so dass grund­sätz­lich kei­ne Ver­pflich­tung zur vor­ran­gi­gen Inan­spruch­nah­me besteht.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/druckvorschau.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=42217