BGH, Beschluss vom 03.04.2019, AZ XI ZB 395/17
Aus­ga­be 04/2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) Im Ver­fah­ren über die fami­li­en­ge­richt­li­che Geneh­mi­gung eines von Eltern als gesetz­li­chen Ver­tre­tern ihres min­der­jäh­ri­gen Kin­des abzu­schlie­ßen­den Ver­tra­ges bedarf es zur Ver­tre­tung des nicht ver­fah­rens­fä­hi­gen Kin­des im Ver­fah­ren und für die Bekannt­ga­be der die Geneh­mi­gung aus­spre­chen­den Ent­schei­dung kei­nes Ergän­zungs­pfle­gers (Fort­füh­rung von Senats­be­schluss vom 12. Febru­ar 2014 –XII ZB 592/12 –Fam­RZ 2014, 640).
b) Etwas ande­res gilt nur, wenn und soweit die Eltern nach § 1795 BGB kraft Geset­zes von der Ver­tre­tung aus­ge­schlos­sen sind oder ihnen die Ver­tre­tung wegen einer bestehen­den Inter­es­sen­kol­li­si­on nach § 1796 BGB durch gericht­li­che Ent­schei­dung ent­zo­gen wor­den ist (im Anschluss an Senats­be­schlüs­se BGHZ 191, 48 = Fam­RZ 2011, 1788 und vom 27. Juni 2018 –XII ZB 46/18 –Fam­RZ 2018, 1512).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=94998&pos=22&anz=566