BGH, Beschluss vom 03.07.2019, AZ XII ZB 62/19
Aus­ga­be 08–2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) Erach­tet das Beschwer­de­ge­richt das erst­in­stanz­lich ein­ge­hol­te Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten für unver­wert­bar oder gelangt es zu der Auf­fas­sung, dass das Gut­ach­ten kei­ne aus­rei­chen­de Grund­la­ge für die zu tref­fen­de Ent­schei­dung über die Bestel­lung eines Betreu­ers bie­tet, hat es zur Vor­be­rei­tung sei­ner Ent­schei­dung ein wei­te­res oder — sofern dies aus­rei­chend ist –mein ergän­zen­des Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten ein­zu­ho­len.
b) Die nach § 278 Abs. 1 Satz 1 FamFG erfor­der­li­che Anhö­rung des Betrof­fe­nen ist grund­sätz­lich durch­zu­füh­ren, nach­dem das nach § 280 Abs. 1 Satz 1 FamFG ein­zu­ho­len­de Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten vor­liegt (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 27. Febru­ar 2019 — XII ZB 444/18 — MDR 2019, 626).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=5&nr=98158&pos=165&anz=504