BGH, Beschluss vom 05.10.2022, AZ XII ZB 74/20

Aus­ga­be: 11–2022Fami­li­en­recht

a) Die Zulas­sung der Rechts­be­schwer­de kann auf die Fra­ge der Zuläs­sig­keit des Antrags beschränkt wer­den, über die vor­ab durch Zwi­schen­be­schluss ent­schie­den wer­den kann; dies gilt in Fami­li­en­ver­fah­ren nicht nur für Fami­li­en­streit­sa­chen, son­dern auch für kon­tra­dik­to­risch geführ­te Streit­sa­chen der frei­wil­li­gen Gerichts­bar­keit, in denen ein Zwi­schen­be­schluss über die strit­ti­gen Fra­gen der Zuläs­sig­keit des ver­fah­rens­ein­lei­ten­den Antrags erge­hen kann.

b) Ein Antrag auf Wert­aus­gleich nach der Schei­dung kann nicht erst­mals im Beschwer­de­ver­fah­ren gestellt wer­den, wenn das Amts­ge­richt in der ers­ten Instanz allein über den Wert­aus­gleich bei der Schei­dung ent­schie­den hat (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 7. März 1990 — XII ZB 14/89 — FamRZ 1990, 606). c) Zur Bewer­tung von Ver­sor­gungs­an­rech­ten des Ver­sor­gungs­werks der Rechts­an­wäl­te in Baden-Würt­tem­berg. — 2 — d) § 150 FamFG ist als Spe­zi­al­re­ge­lung für die Kos­ten­ver­tei­lung in Schei­dungs- und Fol­ge­sa­chen unein­ge­schränkt auch im Rechts­mit­tel­ver­fah­ren anzuwenden.

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