BGH, Beschluss vom 08.01.2020, AZ XII ZB 478/17

Aus­ga­be: 02–2020Fami­li­en­recht

a) Ein nichts­or­ge­be­rech­tig­ter Eltern­teil ist bei vor­lie­gen­der Namens­über­ein­stim­mung mit sei­nem Kind zur Beschwer­de gegen die nach §2 Abs.1 Nam­ÄndG erteil­te fami­li­en­ge­richt­li­che Geneh­mi­gung einer vom Vor­mund beab­sich­tig­ten Antrag­stel­lung im öffent­lich-recht­li­chen Namens­än­de­rungs­ver­fah­ren (hier: Ein­be­nen­nung in den Namen der Pfle­ge­fa­mi­lie) befugt.
b) Das Fami­li­en­ge­richt darf die Geneh­mi­gung der von dem Vor­mund beab­sich­tig­ten Antrag­stel­lung nicht schon dann ver­sa­gen, wenn nach sei­ner eige­nen recht­li­chen Ein­schät­zung auf der Grund­la­ge der von ihm getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen kein wich­ti­ger Grund im Sin­ne von §3 Nam­ÄndG für eine Ände­rung des Mün­del­na­mens gege­ben ist; wenn sich im Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren das Erfor­der­nis ergibt, ver­schie­de­ne für und gegen eine Namens­än­de­rung spre­chen­de Umstän­de zu gewich­ten und gegen­ein­an­der abzu­wä­gen, muss die­se Auf­ga­be im Zwei­fel den zustän­di­gen Ver­wal­tungs­be­hör­den bzw. Ver­wal­tungs­ge­rich­ten über­las­sen blei­ben und darf die Geneh­mi­gung nicht ver­wei­gert wer­den (Abgren­zung zu Senats­be­schluss vom 9.November 2016 ‑XIIZB298/15- FamRZ 2017, 119)

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