BGH, Beschluss vom 10.04.2019, AZ XI ZB 284/18
Aus­ga­be 05/2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) Hat ein kom­mu­na­ler Wahl­be­am­ter am Ende der Ehe­zeit bereits ein Ver­sor­gungs­an­recht nach beam­ten­recht­li­chen Grund­sät­zen erwor­ben, stellt eine nach der Aus­gangs­ent­schei­dung zum Ver­sor­gungs­aus­gleich erfolg­te Wie­der­wahl eine auf den Aus­gleichs­wert des Anrechts zurück­wir­ken­de Ver­än­de­rung dar, § 5 Abs. 2 VersAus­glG (Fort­füh­rung von Senats­be­schluss vom 18. Sep­tem­ber 1991 — XII ZB 41/89 — Fam­RZ 1992, 46).
b) In die­sem Fall sind bei der Bewer­tung des Ver­sor­gungs­an­rechts die nach dem Ende der in der Aus­gangs­ent­schei­dung zugrun­de geleg­ten Wahl­pe­ri­ode abge­leis­te­ten Dienst­zei­ten des kom­mu­na­len Wahl­be­am­ten bei der höchs­tens erreich­ba­ren Zeit­dau­er im Sin­ne von § 40 Abs. 2 Satz 1 VersAus­glG zu berück­sich­ti­gen.
c) Hat sich eine Wert­än­de­rung erge­ben, die in der Erst­ent­schei­dung wegen des Über­stei­gens der Höchst­gren­ze in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung nach § 1587 b Abs. 5 BGB nur teil­wei­se aus­ge­gli­chen wer­den konn­te, so bezieht sich der Begriff des Aus­gleichs­werts im Sin­ne des § 51 Abs. 2 VersAus­glG auf den hälf­ti­gen Ehe­zeit­an­teil und nicht auf den tat­säch­lich nur begrenzt durch­ge­führ­ten Wert­aus­gleich.

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