BGH, Beschluss vom 13.11.2019, AZ XII ZB 106/19

Aus­ga­be: 01–2020Betreu­ungs­recht

a) Einer Rück­for­de­rung über­zahl­ter Betreu­er­ver­gü­tung kann der Ver­trau­ens­grund­satz ent­ge­gen­ste­hen, wenn eine Abwä­gung ergibt, dass dem Ver­trau­en des Berufs­be­treu­ers auf die Bestän­dig­keit der ein­ge­tre­te­nen Ver­mö­gens­la­ge gegen­über dem öffent­li­chen Inter­es­se an der Wie­der­her­stel­lung einer dem Gesetz ent­spre­chen­den Ver­mö­gens­la­ge der Vor­rang ein­zu­räu­men ist (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 25. Novem­ber 2015 ‑XIIZB 261/13-FamRZ 2016, 293).
b) Die in § 20 Abs. 1 GNotKG zum Aus­druck kom­men­de Wer­tung, wonach das Kos­ten­in­ter­es­se der Staats­kas­se zurück­tre­ten kann, wenn es von der zu-stän­di­gen Stel­le nicht inner­halb ange­mes­se­ner Frist ver­folgt wird und sich das Gegen­über auf die getrof­fe­ne Rege­lung gut­gläu­big ein­ge­rich­tet hat, kann bei der Beur­tei­lung des schutz­wür­di­gen Ver­trau­ens des Betreu­ers in die Bestän­dig­keit sei­ner Ver­mö­gens­la­ge berück­sich­tigt wer­den (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 25. Novem­ber 2015 ‑XII ZB 261/13 ‑FamRZ 2016, 293)

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