BGH, Beschluss vom 15.05.2019, AZ XII ZB 57/19
Aus­ga­be 07–2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

Eine Anhö­rung des Betrof­fe­nen im Betreu­ungs­ver­fah­ren, die statt­ge­fun­den hat, ohne dass der Ver­fah­rens­pfle­ger Gele­gen­heit hat­te, an ihr teil­zu­neh­men, ist ver­fah­rens­feh­ler­haft; etwas ande­res gilt aus­nahms­wei­se dann, wenn das Gericht ‑wie es in den Ent­schei­dungs­grün­den nach­voll­zieh­bar dar­zu­le­gen hat — vor der Anhö­rung des Betrof­fe­nen die Erfor­der­lich­keit der Bestel­lung eines Ver­fah­rens­pfle­gers nicht erken­nen konn­te und aus die­sem Grun­de dar­an gehin­dert war, den Ver­fah­rens­pfle­ger schon vor der abschlie­ßen­den Anhö­rung des Betrof­fe­nen zu bestel­len (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 14. Febru­ar 2018 – XII ZB 465/17 — Fam­RZ 2018, 705).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=4&nr=97283&pos=122&anz=450