BGH, Beschluss vom 17.04.2019, AZ XII ZB 570/18
Aus­ga­be 05/2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) Eine Anhö­rung des Betrof­fe­nen im Betreu­ungs­ver­fah­ren, die statt­ge­fun­den hat, ohne dass der Ver­fah­rens­pfle­ger Gele­gen­heit hat­te, an ihr teil­zu­neh­men, ist ver­fah­rens­feh­ler­haft (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 14. Febru­ar 2018 — XII ZB 465/17 — Fam­RZ 2018, 705).
b) Die Ver­wert­bar­keit des in einem Betreu­ungs­ver­fah­ren ein­ge­hol­ten Gut­ach­tens hängt nicht davon ab, dass ein ver­ba­ler Kon­takt zwi­schen dem Betrof­fe­nen und dem Sach­ver­stän­di­gen her­ge­stellt wer­den kann. Der Sach­ver­stän­di­ge muss den Betrof­fe­nen aber unter­sucht und sich damit einen per­sön­li­chen Ein­druck von ihm ver­schafft haben (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 10. Mai 2017 — XII ZB 536/16 — Fam­RZ 2017, 1324).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=0&nr=95983&pos=24&anz=559