BGH, Beschluss vom 17.06.2020, AZ XII ZB 350/18

Aus­ga­be: 07–2020Betreu­ungs­recht

a)Ein Ver­eins­be­treu­er ist durch die Fest­set­zung der Betreu­er­ver­gü­tung nicht beschwert und damit selbst nicht beschwer­de­be­rech­tigt. Ent­spre­chend fehlt es auch für das Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren an einer mate­ri­el­len Beschwer (Fort­füh­rung des Senats­be­schlus­ses vom 1. Febru­ar 2017 –XII ZB 299/15-FamRZ 2017, 758).
b) Die tatrich­ter­li­che Fest­stel­lung, dass ein 1987 in der dama­li­gen Sozia­lis­ti­schen Föde­ra­ti­ven Repu­blik Jugo­sla­wi­en als „Diplo­mier­ter Jurist“ abge­schlos­se­nes Hoch­schul­stu­di­um kei­ne beson­de­ren, für die Betreu­ung nutz­ba­ren Kennt­nis­se ver­mit­telt, ist aus Rechts­grün­den nicht zu bean­stan­den (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 29. Janu­ar 2020 –XII ZB 530/19-FamRZ 2020, 787).
c) Die tatrich­ter­li­che Fest­stel­lung, dass eine Aus­bil­dung zum Spe­di­ti­ons­kauf­mann kei­ne beson­de­ren, für eine Betreu­ung mit den Auf­ga­ben­krei­sen „Gesund­heits­sor­ge, Auf­ent­halts­be­stim­mung, Woh­nungs­an­ge­le­gen­hei­ten, Gel­tend­ma­chung von Ansprü­chen auf Hil­fe zum Lebens­un­ter­halt, Gel­tend­ma­chung von Ansprü­chen auf Unter­halt sowie Rechts‑, Antrags-und Behör­den­an­ge­le­gen­hei­ten“ nutz­ba­ren Kennt­nis­se ver­mit­telt, ist aus Rechts­grün­den nicht zu bean­stan­den (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 29. Janu­ar 2020 –XII ZB 530/19-FamRZ 2020, 787).

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