BGH, Beschluss vom 17.07.2019, AZ XII ZB 437/18
Aus­ga­be 09–2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) In Ver­fah­ren nach dem Gesetz über das Ver­fah­ren in Fami­li­en­sa­chen und in den Ange­le­gen­hei­ten der frei­wil­li­gen Gerichts­bar­keit tritt eine Erle­di­gung der Haupt­sa­che dann ein, wenn nach Ein­lei­tung des Ver­fah­rens der Ver­fah­rens­ge­gen­stand durch ein Ereig­nis, wel­ches eine Ver­än­de­rung der Sach- und Rechts­la­ge her­bei­führt, weg­ge­fal­len ist, so dass die Wei­ter­füh­rung des Ver­fah­rens kei­nen Sinn mehr hät­te, weil eine Sach­ent­schei­dung nicht mehr erge­hen kann (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 22. Novem­ber 2017 — XII ZB 578/16 ‑Fam­RZ 2018, 198; BGH Beschlüs­se vom 8. Mai 2012 — II ZB 17/11 — NJW-RR 2012, 997 und vom 14. Okto­ber 2010 — V ZB 78/10 — FGPrax 2011, 39).
b) Für eine Antrag­stel­lung nach § 62 Abs. 1 FamFG reicht es aus, wenn sich aus dem gesam­ten Vor­brin­gen des Betrof­fe­nen kon­klu­dent das Begeh­ren ergibt, die Recht­mä­ßig­keit der getrof­fe­nen Maß­nah­me über­prü­fen zu las­sen.

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