BGH, Beschluss vom 18.12.2019, AZ XII ZB 379/19

Aus­ga­be: 02–2020Fami­li­en­recht

a) Von der Rich­tig­keit einer anwalt­li­chen Ver­si­che­rung ist grund­sätz­lich aus­zu­ge­hen. Dies gilt aller­dings dann nicht, wenn kon­kre­te Anhalts­punk­te es aus-schlie­ßen, den geschil­der­ten Sach­ver­halt mit über­wie­gen­der Wahr­schein­lich­keit als zutref­fend zu erach­ten (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 12.November 2014 ‑XIIZB289/14- NJW 2015, 349 und BGH Beschluss vom 8.Mai 2018 ‑VIZB5/17- NJW-RR 2018, 958).
b) Schenkt das Rechts­mit­tel­ge­richt einer anwalt­li­chen Ver­si­che­rung im Ver­fah­ren der Wie­der­ein­set­zung kei­nen Glau­ben, muss es den die Wie­der­ein­set­zung Begeh­ren­den dar­auf hin­wei­sen und ihm Gele­gen­heit geben, ent­spre­chen­den Zeu­gen­be­weis anzu­tre­ten. Zudem ist dann die Prü­fung ver­an­lasst, ob nicht bereits in der Vor­la­ge der anwalt­li­chen Ver­si­che­rung zugleich ein Beweis­an­ge­bot auf Ver­neh­mung des Ver­fah­rens­be­voll­mäch­tig­ten als Zeu­gen zu den dar­in genann­ten Tat­sa­chen liegt (im Anschluss an BGH Beschluss vom 17.November 2015 ‑VIZB38/13-WM 2016, 895).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/recht…