BGH, Beschluss vom 22.04.2020, AZ XII ZB 477/19

Aus­ga­be: 06–2020Fami­li­en­recht

a) Sind die Eltern hin­sicht­lich der Zustim­mung zur Zeu­gen­ver­neh­mung des min­der­jäh­ri­gen Kin­des im Ermitt­lungs-bzw. Straf­ver­fah­ren als Beschul­dig­te von der gesetz­li­chen Ver­tre­tung des Kin­des aus­ge­schlos­sen, hat das Fami­li­en­ge­richt für die not­wen­di­ge Anord­nung einer Ergän­zungs­pfleg­schaft weder die Aus­sa­ge­be­reit­schaft des Kin­des noch des­sen (feh­len­de) Ver­stan­des­rei­fe zu prü­fen.
b) Im Ver­fah­ren zur Bestel­lung eines Ergän­zungs­pfle­gers bedarf es in die­sem Fall nicht der per­sön­li­chen Anhö­rung des Kin­des und auch nicht der Bestel­lung eines Ver­fah­rens­bei­stands.

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