BGH, Beschluss vom 22.07.2020, AZ XII ZB 228/20

Aus­ga­be: 09–2020Betreu­ungs­recht

a) Auch wenn der Sach­ver­stän­di­ge den Betrof­fe­nen wäh­rend der Anhö­rung begut­ach­tet, ist der Betrof­fe­ne nach Erstat­tung des schrift­li­chen Gut­ach­tens erneut anzu­hö­ren. Dazu ist ihm die­ses recht­zei­tig vor dem neu­en Anhö­rungs­ter­min zu über­las­sen (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 27.Mai 2020 ‑XIIZ­B582/19-zur Ver­öf­fent­li­chung bestimmt).
b) Eine Anhö­rung des Betrof­fe­nen im Betreu­ungs­ver­fah­ren, die statt­ge­fun­den hat, ohne dass der Ver­fah­rens­pfle­ger Gele­gen­heit hat­te, an ihr teil­zu­neh­men, ist ver­fah­rens­feh­ler­haft (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 15.Mai 2019 ‑XIIZ­B57/19-FamRZ 2019, 1356).

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