BGH, Beschluss vom 23.10.2019, AZ XII ZB 208/19

Aus­ga­be: 11–2019Betreu­ungs­recht

a)In Ver­fah­ren zur Auf­he­bung einer Betreu­ung oder eines Ein­wil­li­gungs­vor­be­halts ist dem Betrof­fe­nen unter den Vor­aus­set­zun­gen des §276 FamFG jeden­falls dann ein Ver­fah­rens­pfle­ger zu bestel­len, wenn das Gericht in nen­nens­wer­te neue Tat­sa­chen­er­mitt­lun­gen ein­tritt (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 22.August 2018 ‑XIIZB180/18- Fam­RZ 2018, 1776).
b)In Ver­fah­ren, die die Ver­län­ge­rung eines umfas­sen­den Ein­wil­li­gungs­vor­be­halts in Ver­mö­gens­an­ge­le­gen­hei­ten zum Gegen­stand haben, ist dem Betrof­fe­nen grund­sätz­lich ein Ver­fah­rens­pfle­ger zu bestel­len. Sieht das Gericht davon ab, hat es die Grün­de hier­für in der Ent­schei­dung dar­zu­le­gen (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 9.Mai 2018 ‑XIIZ­B577/17-Fam­RZ2018, 1193).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=0&nr=101516&pos=20&anz=491