BGH, Beschluss vom 26.02.2020, AZ XII ZB 531/19

Aus­ga­be: 04–2020Fami­li­en­recht

a) Das Ver­fah­ren über die Aus­set­zung der Kür­zung einer lau­fen­den Ver­sor­gung rich­tet sich gegen den Ver­sor­gungs­trä­ger als Antrags­geg­ner. Die aus­gleichs­pflich­ti­ge und die aus­gleichs­be­rech­tig­te Per­son sind ent­we­der Antrag­stel­ler oder wei­te­re Betei­lig­te des Ver­fah­rens (im Anschluss an Senats­be­schluss vom 2. August 2017 ‑XII ZB 170/16 ‑FamRZ 2017, 1662 mwN).
b) Im Fal­le einer voll­stän­dig aus­zu­set­zen­den Kür­zung der Ver­sor­gung wegen Unter­halt (§§ 33, 34 VersAus­glG) bestehen kei­ne durch­grei­fen­den Beden­ken gegen eine “dyna­mi­sche” Beschluss­for­mel, bei der der Kür­zungs­be­trag als Pro­dukt der aus­ge­gli­che­nen Ent­gelt­punk­te, der maß­ge­ben­den Zugangs- und Ren­ten­art­fak­to­ren sowie dem jeweils aktu­el­len Ren­ten­wert ange­ge­ben ist, wenn der sich dar­aus erge­ben­de Kür­zungs­be­trag auf einen kon­kret bezif­fer­ten Höchst­be­trag begrenzt ist, der der Unter­halts­ver­pflich­tung des Ehe­gat­ten ent­spricht (Fort­füh­rung von Senats­be­schluss vom 21. März 2012 ‑XII ZB 234/11 ‑FamRZ 2012, 853).
c) Der Ver­fah­rens­wert in Ver­fah­ren nach §§ 33, 34 VersAus­glG rich­tet sich nach §50 Abs.1 Satz 1 1. Alt. FamGKG.

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