BGH, Beschluss vom 27.04.2019, AZ XI ZB 345/18
Aus­ga­be 05/2019, her­aus­ge­ge­ben von BGH

a) Der per­so­nen­sor­ge­be­rech­tig­te Eltern­teil hat wie auch der umgangs­be­rech­tig­te Eltern­teil in ent­spre­chen­der Anwen­dung der §§ 1632 Abs. 1, 1684 Abs. 2 BGB grund­sätz­lich einen Anspruch auf Her­aus­ga­be des Kin­der­rei­se­pas­ses.
b) Der Her­aus­ga­be­an­spruch besteht nur inso­weit, als der berech­tig­te Eltern­teil für die Aus­übung sei­nes Rechts den Kin­der­rei­se­pass benö­tigt.
c) Die berech­tig­te Besorg­nis, dass der die Her­aus­ga­be begeh­ren­de Eltern­teil mit Hil­fe des Kin­der­rei­se­pas­ses sei­ne elter­li­chen Befug­nis­se über­schrei­ten (etwa das Kind ins Aus­land ent­füh­ren) will, kann dem Her­aus­ga­be­an­spruch ent­ge­gen­ste­hen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&Seite=6&nr=95262&pos=204&anz=559