Bran­den­bur­gi­sches OLG, Beschluss vom 20.01.2020, AZ 9 UF 168/19

Aus­ga­be: 06–2020Erbrecht

1. Maß­geb­li­cher Zeit­punkt für die Bewer­tung des Erwerbs von Todes wegen ist der Anfall der Erb­schaft.
2. Zur Inde­xie­rung des Anfangs­ver­mö­gens gemäß den „lan­gen Rei­hen“ des Sta­tis­ti­schen Bun­des­amts.
3. Im Fal­le des § 1374 Abs. 2 BGB hat der Beschenk­te im Fal­le des Streits um eine Schen­kung im Ein­zel­nen dar­zu­le­gen und zu bewei­sen, dass sämt­li­che Vor­aus­set­zun­gen der §§ 516 ff. BGB für ein wirk­sa­mes Schen­kungs­ver­spre­chen vor­lie­gen.
4. Will ein Ehe­gat­te die erben­recht­li­che Stel­lung des ande­ren Ehe­gat­ten bestrei­ten und hat­te er die­se Stel­lung wäh­rend des Zusam­men­le­bens über Jah­re hin­weg nie in Zwei­fel gezo­gen, so ist sein qua­li­fi­zier­tes Bestrei­ten gebo­ten.
5. Eine Ver­fü­gung zuguns­ten Drit­ter für den Todes­fall erfüllt die Vor­aus­set­zung des § 1374 Abs. 2 BGB.

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