Bran­den­bur­gi­sches OLG, Beschluss vom 02.04.2019, AZ 3 U 33/18
Aus­ga­be 04/2019, her­aus­ge­ge­ben von Bran­den­bur­gi­sches OLG

Die Kün­di­gung eines Miet­ver­hält­nis­ses ist auch eine Ver­fü­gung im Sin­ne von § 2040 Abs. 1 BGB Nach der Recht­spre­chung des BGH ist es für die Wirk­sam­keit der Kün­di­gung eines Miet- oder Pacht­ver­hält­nis­ses den­noch nicht erfor­der­lich, dass alle Mit­er­ben gemein­schaft­lich die Kün­di­gung erklä­ren. Dies erge­be sich aus § 2038 BGB, der die Vor­schrift des § 2040 BGB in einem sol­chen Fal­le ver­drän­ge. Gemäß § 745 Abs. 1 BGB, der nach § 2038 Abs. 2 Satz 1 BGB zur Anwen­dung gelan­ge, kön­ne durch Stim­men­mehr­heit eine der Beschaf­fen­heit des gemein­schaft­li­chen Gegen­stan­des ent­spre­chen­de ord­nungs­ge­mä­ße Ver­wal­tung und Benut­zung beschlos­sen wer­den. Dies gel­te auch für den Fall einer Kün­di­gung eines Miet­ver­hält­nis­ses (BGH a.a.O). Erben kön­nen also ein Miet­ver­hält­nis über eine zum Nach­lass gehö­ren­de Sache wirk­sam mit Stim­men­mehr­heit kün­di­gen, wenn sich die Kün­di­gung als Maß­nah­me einer ord­nungs­ge­mä­ßen Ver­wal­tung dar­stellt.

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