KG Ber­lin, Beschluss vom 08.07.2020, AZ 1 W 35/20

Aus­ga­be: 08–2020Erbrecht

1. Nach dem Tod eines GbR-Gesell­schaf­ters kann das Grund­buch auf Bewil­li­gung sei­nes Erben nebst Tat­sa­chen­an­ga­ben berich­tigt wer­den, aus denen sich ergibt, dass es durch die bewil­lig­te Ein­tra­gung rich­tig wird („schlüs­si­ge Dar­le­gung der Unrich­tig­keit“). Die Buch­po­si­ti­on des ver­stor­be­nen GbR-Gesell­schaf­ters geht immer auf den Erben über (Fort­füh­rung von Senat, NZG 2016, 555). Soll der Ver­stor­be­ne ersatz­los gelöscht wer­den, bedarf es kei­ner Bewil­li­gung der wei­te­ren ein­ge­tra­ge­nen Gesell­schaf­ter (Fort­füh­rung von Senat FGPrax 2011, 217; 2015, 153).
2. Das Grund­buch kann nicht auf Grund pri­vat­schrift­li­cher Erklä­run­gen berich­tigt wer­den, wenn die­se ohne wei­te­res in der Form des § 29 Abs. 1 GBO abge­ge­ben wer­den könn­ten (ent­ge­gen OLG Mün­chen, NZG 2020, 191).

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brande…