OLG Hamm, Beschluss vom 21.03.2019, AZ 10 W 31/17
Aus­ga­be 06–2019, her­aus­ge­ge­ben von OLG Hamm

1. Die Erb­fol­ge eines tür­ki­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen bestimmt sich hin­sicht­lich des zum Nach­lass gehö­ren­den, in Deutsch­land gele­ge­nen unbe­weg­li­chen Ver­mö­gens nach deut­schem Recht. Inso­weit kommt es zur Nach­lass­spal­tung.
2. Die Erb­quo­te der Ehe­frau ist nicht gemäß § 1371 Abs. 1 BGB zu erhö­hen, wenn der Anwen­dungs­be­reich der Vor­schrift nicht eröff­net ist. Die in Recht­spre­chung und Schrift­tum umstrit­te­ne Fra­ge, ob die Vor­schrift erb- oder güter­recht­lich zu qua­li­fi­zie­ren ist, kann offen blei­ben.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/hamm/j2019/10_W_31_17_Beschluss_20190321.html