SG Frei­burg, Beschluss vom 11.08.2020, AZ S 9 SO 2008/19

Aus­ga­be: 10–2020Erbrecht

Sozi­al­hil­fe — Kos­ten­er­satz durch Erben — Berech­nung des Nach­lass­wer­tes — For­de­run­gen des Erben gegen den Erb­las­ser — zuge­flos­se­nes Schmerzensgeld

1. Bei der Berech­nung des Nach­lass­wer­tes für den Kos­ten­er­satz gemäß § 102 SGB XII sind mit dem Erb­fall durch Kon­fu­si­on erlo­sche­ne For­de­run­gen des Erben gegen den Erb­las­ser in ent­spre­chen­der Anwen­dung von §§ 1976, 1991 Abs. 2, 2143, 2175 und 2377 BGB als nicht erlo­schen anzu­se­hen. (Rn.27)
2. Dem Erb­las­ser oder dem Nach­lass zuge­flos­se­nes Schmer­zens­geld ist dage­gen dem für den Kos­ten­er­satz nach § 102 SGB XII maß­ge­ben­den Rohn­ach­lass zuzu­rech­nen und weder nach § 83 Abs. 2 SGB XII noch nach § 90 Abs. 3 SGB XII geschützt. 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.…