(Nürn­berg) Seit dem 01.01.2009 gilt nun in Deutsch­land das neue Erb­schaft­steu­er- und Schen­kungs­steu­er­ge­setz. Doch unter vie­len allein­ste­hen­den Erb­las­sern hat sich immer noch nicht her­um­ge­spro­chen, dass seit die­sem Zeit­punkt weit­läu­fi­ge­re Ver­wand­te oder Fami­li­en­frem­de bei einer Erbein­set­zung mit einem sat­ten Steu­er­satz von 30% auf­wärts bedacht wer­den.

Hier­durch, so betont der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Erb- und Steu­er­recht, Dr. Nor­bert Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DANSEF Deut­sche Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., Nürn­berg wer­den häu­fig völ­lig unnö­tig hohe Erb­schaft­steu­ern fäl­lig, die ver­mie­den wer­den könn­ten, wenn sich der Erb­las­ser vor­her ein­mal Gedan­ken über die erb­schaft­steu­er­li­chen Aus­wir­kun­gen sei­ner Gestal­tung machen wür­de.

Ver­erbt z. B. der allein­ste­hen­de Erb­las­ser sei­ner ein­zi­gen Nich­te eine Immo­bi­lie im Wert von 600.000 €, so wer­den seit dem 01.01.2009 hier­für 174.000 € an Erb­schaft­steu­er fäl­lig. Als Fol­ge des­sen blei­be häu­fig nichts ande­res übrig, als die Immo­bi­lie zu ver­äu­ßern, es sei denn, dass die Nich­te die­sen Betrag „mal eben flüs­sig” machen könn­te.

Als Aus­weg bie­te sich in geeig­ne­ten Fäl­len bei hohen Erb­schafts­wer­ten an, über eine vor­he­ri­ge Adop­ti­on des Bedach­ten nach­zu­den­ken, da die­ser damit die Stel­lung eines leib­li­chen Kin­des und auch die ent­spre­chend hohen Frei­be­trä­ge und nied­ri­ge­re Steu­er­sät­ze nach der Steu­er­klas­se I erhal­te. Ein Kind wür­de für das­sel­be Haus nach Abzug sei­nes Frei­be­tra­ges von 400.000 € nur eine Erb­schaft­steu­er von 22.000 € ent­rich­ten müs­sen, rech­net Gie­se­ler vor.

Hin­zu kom­me, dass seit dem 01.01.2009 die Ver­er­bung eines Fami­li­en­heims bis zu 200 qm Wohn­flä­che an Kin­der sogar ganz steu­er­frei blei­be, wenn die­ses die Immo­bi­lie selbst min­des­tens zehn Jah­re zu Wohn­zwe­cken nut­ze.

Kom­me eine Adop­ti­on nicht in Betracht, sol­le wenigs­tens ver­sucht wer­den, den Wert der Erb­schaft durch Gegen­leis­tun­gen zu Leb­zei­ten, wie Hege und Pfle­ge, Ver­sor­gung des Erb­las­sers usw., zu min­dern. Hier­für bedür­fe es jedoch einer indi­vi­du­el­len, auf den Ein­zel­fall aus­ge­rich­te­ten erb­schaft­steu­er­li­chen Bera­tung.

Gie­se­ler emp­fahl daher, in der­ar­ti­gen Fäl­len grund­sätz­lich Rechts- und Steu­er­rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die bun­des­weit mehr als 700 auf Erbrecht, Erb­schaft­steu­er­recht und Schei­dungs­recht spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter der DANSEF Deut­sche Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., www.dansef.de ver­wies.

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Dr. Nor­bert Gie­se­ler
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Erbrecht/
Fach­an­walt für Steu­er­recht
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