(Stutt­gart) Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) hat mit Urteil vom 28.04.2010 sei­ne Recht­spre­chung zur Berech­nungs­grund­la­ge für Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­che im Rah­men von Lebens­ver­si­che­rungs­ver­trä­gen geän­dert.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Erb- und Steu­er­recht, Dr. Nor­bert Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DANSEF Deut­sche Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., Stutt­gart, noch ein­mal unter Hin­weis auf das ent­spre­chen­de BGH Urteil vom 28.04.2010 — IV ZR 230/08.

Im vor­lie­gen­den Fall hat­te der Erb­las­ser eine Lebens­ver­si­che­rung auf sein eige­nes Leben abge­schlos­sen; wider­ruf­lich begüns­tigt war sei­ne Ehe­frau aus zwei­ter Ehe. Der Sohn aus ers­ter Ehe war ent­erbt und mach­te nun­mehr gegen­über sei­ner Stief­mut­ter Pflicht­teils- und Pflicht­teils­er­gän­zungs­an­sprü­che gel­tend. Strei­tig waren die Bewer­tung der Lebens­ver­si­che­rung und damit die Höhe sei­ner Ansprü­che, so Gie­se­ler. 

Das Reichs­ge­richt hat­te in der Ver­gan­gen­heit die­se bewer­tet mit den Prä­mi­en­zah­lun­gen des Erb­las­sers. Die­se Recht­spre­chung ist nun­mehr vom BGH auf­ge­ge­ben wor­den. Zukünf­tig gilt der Rück­kaufs­wert zum Zeit­punkt des Todes als maß­ge­bend. Soll­te auf dem frei­en Markt ein höhe­rer Wert erziel­bar sein, gilt die­ser.

Gie­se­ler emp­fahl, dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fra­gen recht­li­chen und steu­er­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die bun­des­weit mehr als 700 auf Erbrecht, Erb­schaft­steu­er­recht und Schei­dungs­recht spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter der DANSEF Deut­sche Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., www.dansef.de ver­wies.

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Dr. Nor­bert Gie­se­ler
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