(Stutt­gart) Der 10. Senat für Fami­li­en­sa­chen des Ober­lan­des­ge­richts Hamm hat ent­schie­den, dass einem getrennt leben­den Ehe­gat­ten kein recht­li­cher Anspruch auf ein Umgangs­recht mit einem wäh­rend der Ehe­zeit ange­schaff­ten bei dem ande­ren Ehe­gat­ten leben­den Hund zusteht.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Fami­li­en­recht Mar­tin Weis­pfen­ning, Vize­prä­si­dent und Geschäfts­füh­rer „Fami­li­en­recht” der Deut­schen Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V. (DANSEF) in Stutt­gart, unter Hin­weis auf den am 15.12.2010 ver­öf­fent­lich­ten Beschluss des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 25. Novem­ber 2010, II-10 WF 240/10.

Der wäh­rend der Ehe­zeit ange­schaff­te Hund ver­blieb nach der Tren­nung der Par­tei­en ver­ein­ba­rungs­ge­mäß bei dem Ehe­mann. Die Ehe­frau woll­te an zwei Tagen in der Woche für jeweils eini­ge Stun­den ein Umgangs­recht mit dem Hund gericht­lich durch­set­zen und begehr­te hier­für die Bewil­li­gung von Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe. Ohne Erfolg, so Weis­pfen­ning.

Ein gesetz­li­cher Anspruch auf eine zeit­lich begrenz­te Nut­zungs­re­ge­lung hin­sicht­lich des Hun­des besteht nach Auf­fas­sung des Senats nicht. Mit den Vor­schrif­ten über die Haus­rats­ver­tei­lung bei Getrennt­le­ben der Ehe­gat­ten kön­ne die begehr­te zeit­wei­se Nut­zungs­re­ge­lung nicht begrün­det wer­den. Es wer­de nicht die Zuwei­sung für die Dau­er der Tren­nung, son­dern nur die zeit­wei­se Nut­zung ver­langt. Die Rege­lun­gen über das Umgangs­recht mit dem Kind könn­ten nicht ent­spre­chend ange­wen­det wer­den. Bei die­sen Bestim­mun­gen gin­ge es in ers­ter Linie um das Wohl des Kin­des und nicht um die emo­tio­na­len Bedürf­nis­se des ande­ren Ehe­gat­ten

Weis­pfen­ning emp­fahl, dies zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die auf Fami­li­en­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­tin­nen und Anwäl­te in der DANSEF Deut­sche Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung  für Erb- und Fami­li­en­recht e. V —  www.dansef.de — ver­wies. 

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Mar­tin Weis­pfen­ning
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Fami­li­en­recht
DAN­SEF-Vize­prä­si­dent und Geschäfts­füh­rer „Fami­li­en­recht“
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