Kon­takt

Erbrecht, Scheidung und Erbschaftsteuer
Deutsche Anwalts-, Notar- und Steuerberatervereinigung für Erb- und Familienrecht e.V.
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Ober­lan­des­ge­richt Hamm: Schei­dung nach Alz­hei­mer­er­kran­kung

 

(Stutt­gart) Ein an einer Demenz vom Typ Alz­hei­mer Erkrank­ter kann geschie­den wer­den, wenn die Ehe­leu­te seit mehr als einem Jahr getrennt leben, der Erkrank­te im Zusam­men­hang mit der Tren­nung einen natür­li­chen Wil­len zur Schei­dung und Tren­nung gefasst hat und er die Wie­der­auf­nah­me der ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft abge­lehnt hat.

Der Schei­dung steht dann nicht ent­ge­gen, dass der Erkrank­te zum Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung im fami­li­en­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren auf­grund der fort­ge­schrit­te­nen Erkran­kung kei­nen Schei­dungs­wil­len mehr fas­sen kann.

Dar­auf ver­weist der Wil­helms­ha­ve­ner Fach­an­walt für Fami­li­en­recht Cas­par Blu­men­berg, Vize­prä­si­dent der Deut­schen Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V. mit Sitz in Stutt­gart, unter Hin­weis auf die ent­spre­chen­de Mit­tei­lung des Ober­lan­des­ge­richts (OLG) Hamm vom 14.10.2013 zu sei­nem rechts­kräf­ti­gen Beschluss vom 16.08.2013 (3 UF 43/13).

Der an einer Demenz vom Typ Alz­hei­mer erkrank­te, über 60 Jah­re alte Antrag­stel­ler hei­ra­te­te die ca. 20 Jah­re jün­ge­re Antrags­geg­ne­rin im Früh­jahr des Jah­res 2011. Ende des Jah­res kam es nach rund acht­mo­na­ti­gem ehe­li­chen Zusam­men­le­ben zur Tren­nung der Ehe­leu­te. Die in der Fol­ge­zeit für den Antrag­stel­ler bestell­te Betreue­rin reich­te im Jah­re 2012 einen Schei­dungs­an­trag ein, dem die Antrags­geg­ne­rin mit der Begrün­dung, dass der Antrag­stel­ler an der Ehe fest­hal­ten wol­le, ent­ge­gen­ge­tre­ten ist.

Der 3. Senat für Fami­li­en­sa­chen des Ober­lan­des­ge­richts Hamm hat die vom Fami­li­en­ge­richt aus­ge­spro­che­ne Schei­dung bestä­tigt, so Blu­men­berg. Der Senat sei davon über­zeugt, dass die Ehe geschei­tert sei. Die Schei­dung sei von dem durch sei­ne Betreue­rin ver­tre­te­nen Antrag­stel­ler wirk­sam bean­tragt, der Antrag durch das zustän­di­ge Betreu­ungs­ge­richt geneh­migt wor­den. Aus Sicht des Antrag­stel­lers sei die Ehe zer­rüt­tet, eine Wie­der­auf­nah­me der ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft nicht zu erwar­ten. Nach­dem die Ehe­leu­te län­ger als ein Jahr getrennt leb­ten, lägen die gesetz­li­chen Schei­dungs­vor­aus­set­zun­gen vor, auch wenn die Antrags­geg­ne­rin an der Ehe fest­hal­ten wol­le.

Dass sich der Antrag­stel­ler mit einer Tren­nungs- und Schei­dungs­ab­sicht von der Antrags­geg­ne­rin getrennt habe, habe die vom Fami­li­en­ge­richt durch­ge­führ­te Beweis­auf­nah­me erge­ben. Bei einer im Früh­jahr 2012 im Rah­men sei­nes Betreu­ungs­ver­fah­ren durch­ge­führ­ten rich­ter­li­chen Anhö­rung habe der Antrag­stel­ler sei­nen Wil­len zur Tren­nung und Schei­dung klar geäu­ßert und zu die­sem Zeit­punkt trotz sei­ner gesund­heit­li­chen Ein­schrän­kun­gen noch wirk­sam äußern kön­nen. Das habe eine fach­ärzt­li­che Stel­lung­nah­me bestä­tigt. Im Zeit­punkt sei­ner Anhö­rung im fami­li­en­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren sei die Erkran­kung zwar schon so weit fort­ge­schrit­ten, dass der Antrag­stel­ler die Bedeu­tung der Ehe und die einer Schei­dung nicht mehr habe erfas­sen kön­nen. Das ver­bie­te jedoch nicht die Schei­dung, nach­dem sich der Antrag­stel­ler auf­grund des Fort­schritts sei­ner Erkran­kung bereits in einem Zustand äußers­ter Ehe­fer­ne befin­de und sein zuvor gefass­ter Schei­dungs­wil­le sicher fest­stell­bar sei.

Blu­men­berg emp­fahl, dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fäl­len Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die bun­des­weit mehr als 700 auf Erbrecht, Erb­schaft­steu­er­recht und Schei­dungs­recht spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter der DANSEF Deut­sche Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., www.dansef.de ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Cas­par Blu­men­berg
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Fami­li­en­recht
DAN­SEF-Vize­prä­si­dent
c/o Nar­a­schew­ski — Rechts­an­wäl­te und Notar
Adal­bert­stra­ße 2
26382 Wil­helms­ha­ven
Tel.: 04421/507090
Fax: 04421/507099
Email: C.Blumenberg@Naraschewski.de
www.naraschewski.de

 

 
 
 
 

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Der Schei­dung steht dann nicht ent­ge­gen, dass der Erkrank­te zum Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung im fami­li­en­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren auf­grund der fort­ge­schrit­te­nen Erkran­kung kei­nen Schei­dungs­wil­len mehr fas­sen kann.

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Der an einer Demenz vom Typ Alz­hei­mer erkrank­te, über 60 Jah­re alte Antrag­stel­ler hei­ra­te­te die ca. 20 Jah­re jün­ge­re Antrags­geg­ne­rin im Früh­jahr des Jah­res 2011. Ende des Jah­res kam es nach rund acht­mo­na­ti­gem ehe­li­chen Zusam­men­le­ben zur Tren­nung der Ehe­leu­te. Die in der Fol­ge­zeit für den Antrag­stel­ler bestell­te Betreue­rin reich­te im Jah­re 2012 einen Schei­dungs­an­trag ein, dem die Antrags­geg­ne­rin mit der Begrün­dung, dass der Antrag­stel­ler an der Ehe fest­hal­ten wol­le, ent­ge­gen­ge­tre­ten ist.

Der 3. Senat für Fami­li­en­sa­chen des Ober­lan­des­ge­richts Hamm hat die vom Fami­li­en­ge­richt aus­ge­spro­che­ne Schei­dung bestä­tigt, so Blu­men­berg. Der Senat sei davon über­zeugt, dass die Ehe geschei­tert sei. Die Schei­dung sei von dem durch sei­ne Betreue­rin ver­tre­te­nen Antrag­stel­ler wirk­sam bean­tragt, der Antrag durch das zustän­di­ge Betreu­ungs­ge­richt geneh­migt wor­den. Aus Sicht des Antrag­stel­lers sei die Ehe zer­rüt­tet, eine Wie­der­auf­nah­me der ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft nicht zu erwar­ten. Nach­dem die Ehe­leu­te län­ger als ein Jahr getrennt leb­ten, lägen die gesetz­li­chen Schei­dungs­vor­aus­set­zun­gen vor, auch wenn die Antrags­geg­ne­rin an der Ehe fest­hal­ten wol­le.

Dass sich der Antrag­stel­ler mit einer Tren­nungs- und Schei­dungs­ab­sicht von der Antrags­geg­ne­rin getrennt habe, habe die vom Fami­li­en­ge­richt durch­ge­führ­te Beweis­auf­nah­me erge­ben. Bei einer im Früh­jahr 2012 im Rah­men sei­nes Betreu­ungs­ver­fah­ren durch­ge­führ­ten rich­ter­li­chen Anhö­rung habe der Antrag­stel­ler sei­nen Wil­len zur Tren­nung und Schei­dung klar geäu­ßert und zu die­sem Zeit­punkt trotz sei­ner gesund­heit­li­chen Ein­schrän­kun­gen noch wirk­sam äußern kön­nen. Das habe eine fach­ärzt­li­che Stel­lung­nah­me bestä­tigt. Im Zeit­punkt sei­ner Anhö­rung im fami­li­en­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren sei die Erkran­kung zwar schon so weit fort­ge­schrit­ten, dass der Antrag­stel­ler die Bedeu­tung der Ehe und die einer Schei­dung nicht mehr habe erfas­sen kön­nen. Das ver­bie­te jedoch nicht die Schei­dung, nach­dem sich der Antrag­stel­ler auf­grund des Fort­schritts sei­ner Erkran­kung bereits in einem Zustand äußers­ter Ehe­fer­ne befin­de und sein zuvor gefass­ter Schei­dungs­wil­le sicher fest­stell­bar sei.

Blu­men­berg emp­fahl, dies zu beach­ten und in allen Zwei­fels­fäl­len Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die bun­des­weit mehr als 700 auf Erbrecht, Erb­schaft­steu­er­recht und Schei­dungs­recht spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter der DANSEF Deut­sche Anwalts‑, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., www.dansef.de ver­wies.

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