(Stutt­gart)  Das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg (OLG) hat­te in einem Fall über die Dau­er einer nach­ehe­li­chen Unter­halts­ver­pflich­tung eines Ehe­man­nes gegen­über sei­ner geschie­de­nen Ehe­frau zu ent­schei­den.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Fami­li­en­recht Mar­tin Weis­pfen­ning, Geschäfts­füh­rer „Fami­li­en­recht” der Deut­schen Anwalts-, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V. (DANSEF) mit Sitz in Stutt­gart unter Hin­weis auf das am 09.07.2009 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Olden­burg, Az.: 13 UF 28/09.

Die Ehe­frau hat­te ihr Stu­di­um wegen der Geburt eines gemein­sa­men Kin­des abge­bro­chen und statt­des­sen sechs Jah­re spä­ter eine Aus­bil­dung im Groß- und Ein­zel­han­del absol­viert. Der 13. Zivil­se­nat ent­schied, dass die Unter­halts­ver­pflich­tung des seit 2002 geschie­de­nen Ehe­man­nes bis 2013 fort­be­steht, so Weis­pfen­ning.

Nach dem seit dem 1.1.2008 gel­ten­den Unter­halts­recht ist der nach­ehe­li­che Unter­halt eines geschie­de­nen Ehe­gat­ten auf den ange­mes­se­nen Lebens­be­darf her­ab­zu­set­zen und zu befris­ten, oder auch nur zu befris­ten. Hat der bedürf­ti­ge Ehe­gat­te kei­ne gemein­sa­men Kin­der mehr zu betreu­en, besteht ein Unter­halts­an­spruch gegen den ande­ren Ehe­gat­ten nur dann, wenn soge­nann­te ehe­be­ding­te Nach­tei­le gege­ben sind. Ent­schei­dend ist, wel­chen
Lebens­stan­dard der bedürf­ti­ge Ehe­gat­te auch ohne die Ehe erreicht hät­te.

In dem vom OLG ent­schie­de­nen Fall hat­te die Ehe­frau vor der Geburt des gemein­sa­men Kin­des und vor der Hei­rat ein Lehr­amts­stu­di­um begon­nen. Nach 3-jäh­ri­gem Stu­di­um hat­te sie die­ses Stu­di­um mit der Geburt eines Kin­des abge­bro­chen und den Vater kur­ze Zeit spä­ter gehei­ra­tet. Neun Jah­re spä­ter hat sie dann eine Aus­bil­dung im Groß- und
Ein­zel­han­del abge­schlos­sen. Damit konn­te sie aber auf Dau­er nicht das glei­che Ein­kom­men erzie­len, wie sie es als Leh­re­rin hät­te erzie­len kön­nen.

Der 13. Zivil­se­nat des OLG hat ent­schie­den, so Weis­pfen­ning, dass der unter­halts­pflich­ti­ge Ehe­mann die­sen ehe­be­ding­ten Nach­teil aus­zu­glei­chen habe, auch wenn es der Ehe­frau mög­lich gewe­sen wäre, ihr Stu­di­um spä­ter fort­zu­set­zen. Die wirt­schaft­li­chen Fol­gen einer im Ver­trau­en auf eine bestehen­de Part­ner­schaft getrof­fe­nen Ent­schei­dung müss­ten von bei­den Part­nern getra­gen wer­den.

Da der Ehe­mann bereits seit Ehe­schei­dung im Jahr 2002 Unter­halt an sei­ne geschie­de­ne Frau zahlt, hat­te die Ehe­frau im Pro­zess sel­ber eine Befris­tung des Unter­halts­an­spruchs bis Ende des Jah­res 2013 bean­tragt. Die­sem Antrag hat der Senat statt­ge­ge­ben.

Die Ent­schei­dung ist rechts­kräf­tig.

Weis­pfen­ning emp­fahl, die­ses Urteil zu beach­ten und ggfs. Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die auf Fami­li­en­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­tin­nen und Anwäl­te in der DANSEF Deut­sche Anwalts-, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung  für Erb- und Fami­li­en­recht e. V —  www.dansef.de — ver­wies, in der bun­des­weit mehr als 700 auf Erbrecht, Erb­schaft­steu­er­recht und Schei­dungs­recht spe­zia­li­sier­te Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter orga­ni­siert sind.

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Mar­tin Weis­pfen­ning
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Fami­li­en­recht
DANSEF — Geschäfts­füh­rer „Fami­li­en­recht”
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