(Stutt­gart) Zum 17.08.2015 tritt die EU-Erb­rechts­ver­ord­nung in Kraft. Die­se EU-Erb­rechts­ver­ord­nung hat unter ande­rem Aus­wir­kun­gen auf die Anwen­dung natio­na­len Rech­tes. 

Bis zum Inkraft­tre­ten die­ser Erb­rechts­ver­ord­nung, so der Nürn­ber­ger Fach­an­walt für Erb- und Steu­er­recht sowie Han­dels- und Gesell­schafts­recht Dr. Nor­bert Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DANSEF Deut­sche Anwalts-, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., Stutt­gart, gab es in der EU wider­strei­ten­de Rege­lun­gen wel­ches natio­na­le Erbrecht Anwen­dung fin­det.

Leb­te bei­spiels­wei­se ein Öster­rei­cher in Deutsch­land und ver­starb, so galt für die­sen öster­rei­chi­sches Erbrecht, aber deut­sches Güter­recht. Lebt dage­gen ein Fran­zo­se in Deutsch­land, der kei­nen Grund­be­sitz in Frank­reich hat­te, so galt für die­sen deut­sches Erbrecht.

Die EU-Erb­rechts­ver­ord­nung möch­te nun­mehr Rechts­si­cher­heit bie­ten und regelt fol­gen­des:

Maß­ge­bend für die Anwen­dung natio­na­len Rech­tes ist der gewöhn­li­che Auf­ent­halt des Erb­las­sers. Der Erb­las­ser kann aller­dings mit­tels Tes­ta­ment wahl­wei­se das Recht sei­ner Natio­na­li­tät wäh­len.

In der Pra­xis bedeu­tet das, dass Aus­län­der, die in Deutsch­land leben und dort auch ihren gewöhn­li­chen Auf­ent­halt haben, über­prü­fen müs­sen, ob sie wün­schen, dass nun­mehr deut­sches Erbrecht für sie Anwen­dung fin­det. Lebt ein Deut­scher im Aus­land muss er dar­auf ach­ten, dass nun­mehr für ihn aus­län­di­sches Erbrecht gilt. Ande­ren­falls soll­te er ein Tes­ta­ment errich­ten und deut­sches Erbrecht wäh­len.

Ins­ge­samt wird daher emp­foh­len, jedem, der eine Aus­lands­be­rüh­rung hat über­prü­fen zu las­sen, ob die gesetz­li­che Rege­lung für ihn gewünscht ist oder mit­tels Tes­ta­ment eine ande­re erreicht wird. Ein Aus­lands­be­zug liegt immer dann vor, wenn ein aus­län­di­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger in Deutsch­land lebt oder ein Deut­scher im Aus­land Ver­mö­gens­wer­te hat bzw. sich im Aus­land nicht uner­heb­lich auf­hält.

Dr. Gie­se­ler emp­fahl, dies zu beach­ten sowie ggfs. recht­li­chen und steu­er­li­chen Rat ein­zu­ho­len, wobei er u. a. auch auf die bun­des­weit mehr als 700 auf Erbrecht, Erb­schaft­steu­er­recht und Schei­dungs­recht spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­wäl­te und Steu­er­be­ra­ter der DANSEF Deut­sche Anwalts-, Notar- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für Erb- und Fami­li­en­recht e. V., www.dansef.de ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung: 

Dr. Nor­bert Gie­se­ler
Rechts­an­walt
Fach­an­walt für Erbrecht
Fach­an­walt für Steu­er­recht
Fach­an­walt für Han­dels- und Gesell­schafts­recht

DANSEF Vize-Prä­si­dent
c/o Mein­hardt, Gie­se­ler & Part­ner
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