• OLG Rostock, Beschluss vom 25.7.2016, Az. 3 W 136/13
    (Ausgabe 10/2016), AZ 3 W 136/13, OLG Rostock
     
    BGB §§ 2112, 2113 Abs. 1 u. 2, 2136, 2137 Abs. 2; GBO §§ 19, 22 Abs. 1, 29 Abs. 1 S. 2

    Löschung eines Nacherbenvermerks; Nachweis der Entgeltlichkeit eines Rechtsgeschäfts.

    1. Ein Nacherbenvermerk kann nur dann gelöscht werden, wenn entweder der eingetragene Nacherbe sowie die testamentarisch bestimmten Ersatznacherben die Löschung bewilligt haben oder die Unrichtigkeit des Grundbuchs nachgewiesen ist.
    2. Die Entgeltlichkeit der Verfügung des Vorerben kann regelmäßig nicht in der Form des § 29 GBO, also durch öffentliche oder öffentlich beglaubigte Urkunden nachgewiesen werden. Deshalb sind unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten die gesamten Umstände des Falles unter dem Gesichtspunkt zu prüfen, ob die Entgeltlichkeit im Sinne des § 29 Abs. 1 S. 2 GBO offenkundig ist.
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